„Frei“ in vielfacher Hinsicht

 

Das Glaubensverständnis der „Freikirchen in Österreich“ zeichnet sich durch die nachfolgenden Merkmale aus. Diese Eigenschaften haben in der österreichischen Kirchengeschichte maßgeblich zur Entstehung der Bezeichnung „Freikirche“ beigetragen.

Die Glaubenden der „Freikirchen in Österreich“ treffen als Jugendliche oder Erwachsene eine freie und persönliche Entscheidung für den christlichen Glauben. Mit dieser bejahen sie, dass die Menschwerdung, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi aus Gottes Gnade und zu ihrer Errettung erfolgt sind. Üblicherweise bekräftigen sie diese Entscheidung durch die Taufe nach biblischem Vorbild.

Die Gemeinden sind nach dem Verständnis der Bibel die Gemeinschaft der Glaubenden. Sie organisieren sich an ihrem jeweiligen Ort selbstständig und unter dem Grundsatz des Priestertums aller Gläubigen. Die „Freikirchen in Österreich“ schätzen dabei die Vielfalt in geistlichem Ausdruck, Tradition und Geschichte ihrer Gemeinden.

Die „Freikirchen in Österreich“ bejahen die Trennung von Kirche und Staat aus geschichtlichen sowie theologischen Gründen. Durch diese Trennung können ihrer Ansicht nach beide Seiten ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen. Sie beinhaltet die Freiheit der Religionsausübung für Glaubende jeder Religion. Sie schließt weiters ausdrücklich die bestmögliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kirche und Staat zum Wohl der Gesellschaft mit ein, insbesondere im sozialen Bereich, Bildungsbereich und in der Entwicklungshilfe.