Die Reformation lebt

 

 

Mit einem mutigen Projekt wollen sich die Freikirchen  2017 an die Öffentlichkeit wagen! 

Mit Blick auf das große Jubiläum: „500 Jahre Reformation“, der man 2017 gedenken wird, erkennt das Forum der Freikirchen in Österreich eine große Chance, an eine breite Öffentlichkeit treten zu können.

Gemeinsam wurde von den fünf Bünden beschlossen, ein Projekt ins Leben zu rufen, in dem sich die Freikirchen mit ihren eigenen geistlichen Wurzeln auseinandersetzen. Vor allem mit der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts wissen sie sich besonders stark  verbunden. Bekanntlich haben die Täufer gerade auf österreichischem Boden beeindruckende Spuren hinterlassen. Darum soll auch der Untertitel zur geplanten Kampagne „Von den Täufern zu den Freikirchen“ lauten.

Erste Vorbereitungen und Planungen dazu sind seit einem Jahr voll im Gange. Mehrere Sitzungen mit Mitarbeitern aus allen Bünden haben bereits stattgefunden. Geplant und teils auch schon ins Leben gerufen sind spezielle Arbeitskreise, die sich beispielsweise mit historischen Anknüpfungspunkten in den Bundesländern oder mit Täuferliedern beschäftigen.

Zum Koordinator des Projektes wurde Reinhold Eichinger bestellt. Er ist bereits als Initiator des Täufermuseums im Museumsdorf Niedersulz (NÖ) und des Täufergwölbs mit der Galeere auf der Burgruine Falkenstein (NÖ) bekannt geworden. Mit 50.000 Besuchern jährlich bezeugen diese Einrichtungen das wachsende Interesse an dieser lang totgeschwiegenen Bewegung.

 

Eine gewaltige Chance nach innen wie nach außen!

Anhand lokaler Ereignisse rund um unsere Glaubensvorfahren wollen wir uns als Freikirchen in einzelnen Städten unserer gemeinsamen Identität bewusst werden. Das Verbindende zwischen den Freikirchen ist natürlich die Glaubenstaufe, aber auch das Festhalten an der Bibel als alleiniger Glaubensgrundlage, die Trennung von Kirche und Staat und der persönlich erfahrene Glaube, der im Leben sichtbar wird. Die leuchtenden Beispiele unserer geistlichen Vorfahren sowie ihr Zeugnis sollen uns ermutigen. Viele haben bis zum Tode auf dem Scheiterhaufen überzeugend, gewaltfrei und bibeltreu gelebt.

Nach außen hin wollen wir zeigen, dass schon vor einem halben Jahrtausend in unseren Städten Christen ähnlich gedacht haben wie wir. Wir dürfen jedoch nicht in der Geschichte stecken bleiben, sondern die freikirchliche Bewegung als eine lebendige, wachsende und zeitgemäße Form, den christlichen Glauben zu leben, vorstellen. Die Reformation lebt! Wir Freikirchen wollen uns der Forderung nach einer permanenten Reformation stellen.

 

Wie soll nun dieses Projekt umgesetzt werden?

Es gibt in unserem Land mindestens 25 Städte mit mehreren freikirchlichen Gemeinden, in denen sich historische Anknüpfungspunkte anbieten. Quer über das Schuljahr 2017/18 verteilt, könnten in diesen Städten an je einem Wochenende verschiedene Informationsschwerpunkte gesetzt werden. Gedacht ist etwa an mobile Ausstellungen unter Einbeziehung der Schulen, evangelistisch-historische Vorträge in öffentlichen Gebäuden, untermalt mit Täuferliedern, kreative Events, Enthüllungen von Gedenktafeln unter Anwesenheit von Bürgermeistern und lokalen Medien und als Höhepunkt einen gemeinsamen freikirchlichen Gottesdienst.

Für das Projekt wurde ein eigenes Logo entworfen. Es hat die Konturen einer aufgeschlagenen Bibel, die rot-blaue Flamme darüber symbolisiert Wasser und Geist:

 

Für jegliche Unterstützung, vor allem auch im Gebet, sind wir dankbar. 

Anfragen und Anregungen sind willkommen, gerne könnt ihr diese an freikirchen2017@gmx.at senden.