Bund Pfingstlicher Freikirchen
Als Bund Pfingstlicher Freikirchen (BPF) ist es uns ein Anliegen, den Menschen in Österreich zu dienen, indem wir die gute Nachricht von Jesus Christus glaubwürdig, zeitgemäß und gesellschaftsrelevant verkündigen und leben. Durch lebendige Ortsgemeinden möchten wir Menschen aller Generationen mit der Hoffnung des Evangeliums bekannt machen, sie in ihrer Nachfolge Jesu stärken und einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
Geschichte des Bundes Pfingstlicher Freikirchen in Österreich
Anfang des 20. Jahrhunderts erlebten Christen in den USA durch Gebet und geistliche Erneuerung das Wirken des Heiligen Geistes auf eine Weise, die mit dem Pfingstgeschehen der Apostelgeschichte verglichen wurde. Daraus entstand die weltweite Pfingstbewegung, die heute mit mehreren hundert Millionen Anhängern zu den dynamischsten christlichen Bewegungen der Welt zählt.
Zu Beginn der 1920er Jahre gründeten schwedische Missionare in Wien die ersten Freien Christengemeinden in Österreich. Unter Mitwirkung von Predigern aus der Schweiz entstand wenig später eine Pfingstgemeinde im Salzkammergut. Aufgrund der politischen Entwicklungen der 1930er Jahre kam es zu Einschränkungen und schließlich zum Verbot öffentlicher Versammlungen. Ausländische Missionare mussten das Land verlassen. Dennoch blieb das Gemeindeleben durch Zusammenkünfte in Privathäusern bestehen.
Am 14. Dezember 1946 gründeten 26 Prediger in Sattledt (Oberösterreich) die „Freien Christengemeinden Österreichs“. Trotz schwieriger Nachkriegsjahre, Flüchtlingsbewegungen und Auswanderungswellen entwickelte sich daraus ein wachsender Gemeindebund. In den folgenden Jahrzehnten entstanden neue Gemeinden, und verschiedene pfingstlich-charismatische Netzwerke sowie Gemeindebewegungen schlossen sich dem Bund an.
Im Jahr 2020 wurde mit der Strukturreform „FCGÖ 2.0“ eine umfassende organisatorische Weiterentwicklung beschlossen, um die Zusammenarbeit der Gemeinden und Verbände zu stärken und gleichzeitig deren Eigenständigkeit zu fördern.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die im Jahr 2023 beschlossene Umbenennung der Freien Christengemeinde – Pfingstgemeinde in Österreich (FCGÖ). Nach mehreren Jahren organisatorischer, rechtlicher und struktureller Anpassungen – einschließlich notwendiger Änderungen innerhalb der Verfassung der Freikirchen in Österreich (FKÖ) – wurde die Namensänderung im Jahr 2026 vollständig umgesetzt. Seither trägt der Bund den Namen Bund Pfingstlicher Freikirchen (BPF).
Der neue Name bringt die gemeinsame pfingstliche Identität sowie die gewachsene Vielfalt der im Bund vertretenen Gemeinden, Verbände und kulturellen Prägungen noch deutlicher zum Ausdruck.
Heute umfasst der Bund Pfingstlicher Freikirchen 125 Kirchengemeinden in ganz Österreich, zählt knapp 11.000 Mitglieder und erreicht mit seinen Gottesdiensten, Veranstaltungen und Angeboten Zigtausende Menschen. Allein im Jahr 2025 wurden über 500 Menschen getauft. Der Bund ist Gründungsmitglied der staatlich anerkannten Freikirchen in Österreich und versteht sich als Teil der weltweiten Pfingstbewegung.