Aktuelle Informationen

Aktuelle Information bzgl. Covid-19 

Wien, 17.11.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

die Gemeinden der Bünde der Freikirchen in Österreich setzen in freiwilliger Eigenverantwortung die Gottesdienste an den kommenden drei Sonntagen aus. Zum Zeichen der Bereitschaft unserer Gesellschaft zu dienen, verzichten wir, so wie alle Kirchen und Religionsgesellschaften, auf das persönliche Zusammenkommen.

Wir hoffen, dass unsere Beiträge zur Verringerung der Infektionen hilfreich sein werden und wir dadurch viele Menschen, in der nun geltenden strengen Ausgangsbeschränkung, ermutigen und stärken.

Wir hoffen, dass bei Einhaltung der verordneten Maßnahmen und unserer freiwilligen Einschränkungen, alle Österreicher im Dezember wieder mehr Freiheiten genießen können.

Unverzichtbar, in diesen schwierigen Zeiten, ist die Anbetung Gottes und die Fürbitten für unser Land und für alle Menschen weltweit. Deshalb ermutige ich Euch, alle technischen Hilfsmittel, wie Telefon und Internet zu nutzen, um über Konferenzschaltungen, Streamingdienste und Social Media Dienste, mit Gottesdiensten und Gebeten, unseren allmächtigen Vater, seinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist zu verherrlichen und um Hilfe in der Pandemie, sowie deren baldiges Ende zu bitten.

Nach einer vorbereitenden Sitzung am 16.11. am Vormittag, haben die Kirchen und Religionsgesellschaften mit Frau BMin Dr. Raab in einer weiteren Sitzung am Nachmittag vereinbart, dass

- öffentliche Gottesdienste für drei Sonntage (bis 6.12.2020) freiwillig ausgesetzt werden

- insbesondere zur Übertragung von Gottesdiensten aus Kirchen, kleine Personengruppen (Moderator, Prediger, Musiker und Techniker) von der Ausgangsregelung ausgenommen sind

- das BM für Inneres vom Bundeskanzleramt über diese Ausnahme von der Ausgangsbeschränkung informiert wird

- Kirchen und Gebetshäuser zu individuellem Gebet geöffnet werden können

- die Bundesregierung sich verwenden wird, die Seelsorge an kranken und sterbenden Personen zu ermöglichen

Die Kirchen und Religionsgesellschaften danken Frau BMin Dr. Raab für das konstruktive Miteinander in den Bemühungen die Österreicher und somit auch die Mitglieder der Kirchen und Religionsgesellschaften vor der Pandemie und deren Auswirkungen so weit als möglich zu schützen.

Ich bitte Euch, liebe Schwestern und Brüder, alle verordneten Maßnahmen und unsere freiwilligen Einschränkungen zum größtmöglichen Schutz aller Personen auszulegen, anzuwenden und in aller Geduld die Verbesserung der Infektionslage zu erwarten.

…. die Freude am HERRN ist eure Stärke! Neh. 8,10 SCH

Verbunden in Jesus Christus

     

Reinhard Kummer

 


Gedanken zum Terroranschlag am 2. Nov. 2020 in Wien!

Wien, 3.11.2020

Liebe Schwestern und Brüder,

die Nachrichten der schrecklichen Bluttaten am Abend des 2.11. erfüllt mit tiefer Betroffenheit.

Friedliebende Menschen, die in Österreich geboren sind und Menschen, die nach Österreich vor bewaffneten Auseinandersetzungen geflohen sind, sind mit menschenverachtender, mit tödlicher Gewalt konfrontiert.

Wie geht man damit um?

Zuallererst ist den Hinterbliebenen der Opfer das innigste Beileid auszusprechen. Es ist zutiefst schmerzhaft, geliebte Menschen zu verlieren, so unnötig zu verlieren.

Es ist den verletzten Menschen Besserung zu wünschen und Überwindung der furchtbaren Erlebnisse.

Dank ist den Polizistinnen und Polizisten entgegenzubringen, für ihren sehr raschen Einsatz, zum Schutz von Menschenleben unter Einsatz ihres eigenen Lebens.

Ebenso gebührt Dank den koordinierenden Behörden und unseren Politikern, für die beeindruckende und Vertrauen erweckende Leitung des nächtlichen Einsatzes.

Dem Hass, der durch diese Tat auf schreckliche Weise zum Ausdruck gebracht worden ist, muss in jeder erdenklichen Weise entgegengewirkt werden. Vorverurteilungen, Diffamierungen oder gar Rachegedanken soll kein Raum gewährt werden. Gegen Eskalation hilft nur Deeskalation. Dies ist eine Aufgabe, an der jeder mitarbeiten kann. Es ist gut, unterschiedliche Meinungen zu haben und unterschiedliche Gesellschaftskonzepte zu kennen, doch dürfen keine Unterschiede dazu führen, dass mit brutaler Gewalt gegen völlig unbeteiligte Personen irgendwelche Vorstellungen oder Konzepte vertreten werden. Das Üben von krisenfester Diskussionskultur und gegenseitiger Achtung, auch des Andersdenkenden, können einer Gesellschaft den Frieden bewahren. Aber auch das Hinsehen und Verstehen von internationalen und ethischen Konflikten kann helfen den friedlichen Handelsspielraum von Menschen zu erweitern. Friedensforschung zu fördern kann wissenschaftliche Grundlagen bereitstellen, wie in Krisen und Konflikten eine befriedigende Lösung gefunden werden kann, und mehr noch, wie Krisen und Konflikte vermieden werden können. Lasst uns Frieden suchen, halten und fördern lernen.

Der Aufruf für alle Menschen lautet: Jaget nach dem Frieden mit jedermann!

Der Aufruf für Christen lautet:

Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird! (Heb. 12:14 SCH)

(Reinhard Kummer)