Ein klares Zeichen für Einheit in Vielfalt
Was für ein Tag, was für ein Fest, was für ein Zeichen …
Eine bunte Gemeinschaft zog vergangenen Samstag vom Wiener Schwarzenbergplatz aus um den Ring – Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können: verschiedene Kulturen, Sprachen, Junge und auch bereits Lebenserfahrene, einzigartig im Aussehen und mit vielfältigen Begabungen, Verantwortungen, beruflichem Hintergrund; Vertretende aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, sozialdiakonischen Werken, aus dem Gesundheitswesen, der Exekutive, der Wirtschaft und dazwischen Verantwortungstragende zahlreicher christlicher Konfessionen.
Was sie alle verbindet? Derselbe Glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes. Der Glaube an den, der gesagt hat: Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben (Johannes 14:6). Sie alle besuchen Gottesdienste und Gebetsinitiativen, die sich in vielen Fällen in der Ausführung wenig ähneln, die aber basierend auf der Heiligen Schrift (der Bibel, dem Wort Gottes) die frohe Botschaft vom Frieden mit Gott weitervermitteln. Ist es möglich, seinen christlichen Glauben abhängig von der eigenen Kultur zu leben? Ist es möglich, das Gute am anderen hervorzuheben, auch wenn es Bereiche gibt, bei denen man anderer Meinung ist? Die Bibel lehrt, uns an dem zu orientieren, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht ist. Sie ermutigt, unsere Gedanken auf das Reine, das Liebenswerte und Bewunderungswürdige zu richten, auf alles, was Auszeichnung und Lob verdient. (Philipper 4:8) Ist es möglich, dass wir in der Begegnung etwas voneinander lernen können? Das es Freude macht, gemeinsam in offensichtlicher Unterschiedlichkeit den Namen Jesus Christus und unseren Glauben an ihn öffentlich bekennen zu dürfen?
Wer den Marsch für Jesus 2026 miterlebt hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit lächelnd mit dem Kopf nicken. Dieses Bild erhält man jedenfalls, wenn man die medialen Rückmeldungen und die Reaktionen auf die Social Media Posts des Organisators durchliest.
Auch wenn der Schwarzenbergplatz nicht die erste Wahl des Veranstalters „Kreis zur Einheit – Christen in Wien“ und der Mitveranstalter „Weg der Versöhnung-Runder Tisch“ und „Evangelische Allianz Österreich“ war, so hat er dennoch die idealen Voraussetzungen für den Austausch und die Begegnungen vor und nach dem Marsch geschaffen: Auf den schattigen Grünflächen spielten die Kinder unter Betreuung von Mitarbeitenden des Kids Teams und in gemütlichen Liegestühlen, gesponsort von „YOU! Magazin“, erholte man sich nach dem 6 Kilometer langem Marsch um den Ring. An den zahlreichen Info- und Street Food Ständen konnte man sowohl Seele als auch Magen füllen und Dank des während der Veranstaltung extra abgeschalteten Hochstrahlbrunnes, trockenen Fußes eine Runde am Platz drehen.
Wer nach dem Tragen eines der über 6.000 handangefertigten Banner um den Ring noch genügend Kraft in den Beinen verspürte, feierte gemeinsam mit der überkonfessionellen Band „Himmelstürmer“ Jesus Christus, den König der Herzen und sprach zusammen mit den Kirchenvertretern Reverend Christian Hofreiter (Anglikanische Kirche), Priester Thomas Dopplinger (Evangelische Kirche), Pastor Peter Zalud (Freikirchen in Österreich) und Generalvikar Andreas Kaiser (Römisch-Katholische Kirche) unter anderem Gebete für gesellschaftlichen Frieden, Menschen im Bildungswesen, die junge Generation und Persönlichkeiten in Führungspositionen. Bis spät in den Abend – begleitet von den christlichen Bands Copain, Solarjet und Martin Smith – wurde der Glaube an Jesus Christus Konfessionenübergreifend gefeiert.
Im Licht von 1.000 ausgeteilten Kerzen fand dieser besondere Tag mit einem gemeinsam gesprochenem Vater Unser seinen passenden Ausklang.
Und nachdem einige der über 600 ehrenamtlichen Helfenden die Aufräumungsarbeiten beendet hatten, wurde auch der Hochstrahlbrunnen wieder in Betrieb genommen. Ab heute nicht nur ein Zeichen für die Fertigstellung der 1. Wiener Hochquellwasserleitung, sondern den, für alle sichtbaren, Beginn einer erfrischenden Erneuerung innerhalb der christlichen Kirchen? Wir werden es sehen …